Ein Buffet für Wildbienen im eigenen Zuhause

Wusstest Du, dass Hummeln dreimal so viele Blüten anfliegen wie Honigbienen? – Im Durchschnitt mehr als 1.000 Blüten pro Tag!

Mit einer kleinen Blühfläche auf dem Balkon oder im Garten kannst Du Großes bewirken, indem Du mit geeigneten Nahrungspflanzen zum Erhalt der Artenvielfalt von Wildbienen und anderen Insekten beiträgst.

1. Aussaat – Wann und wie?

    • Das „Wann“ hängt von Deiner Pflanzenauswahl ab: Erste Samen wollen im März in die Erde, andere erst wenn der Frost im Mai vorbeigezogen ist. Beachte dafür die Angaben auf Deinem Saatgut-Tütchen.
    • Verteile Dein Saatgut gleichmäßig und achte dabei darauf, dass die Samen nicht zu dicht gesät sind.
    • Drück die Samen leicht an und decke sie mit etwas Erde zu.
Wiesenhummel an Büschelschön (Phacelie)
    • Bis zum Keimen der Pflanzen musst Du darauf achten, dass die Pflanzen nicht austrocknen. Gieß Deine Fläche nur vorsichtig, damit die Samen nicht wegschwemmen.

2. Welche Pflanzen sollten in das Wildbienenbuffet?

    • Frag in einer Gärtnerei nach regionalem Saatgut (unsere Auswahl an Pflanzen, die auch für spezialisierte Wildbienen sehr gut geeignet sind, findest Du hier). In Baumärkten und Co. bekommst Du meist eine wilde Saatgut-Mischung aus großenteils nicht heimischen Pflanzen, die wenig bis gar nicht nutzbar für unsere heimischen Insekten ist.
    • Mehrjährige Stauden (z.B. Schafgabe, Glockenblume und Flockenblume) eignen sich sehr gut, da sie sich häufig selber wieder aussähen.
    • Achte darauf, Pflanzen mit ungefüllten Blüten zu pflanzen. Gefüllte Blüten, wie z.B. bei vielen Rosen, sehen schön aus, aber versperren Wildbienen den Weg zu Pollen und Nektar.
    • Für den Start der Saison von Hummeln und anderen Wildbienen kannst Du im Herbst Blumenzwiebeln (z.B. Krokusse) setzen, die schon zu Beginn des Frühlings blühen. Markiere Dir im Kalender ein Datum im Oktober, damit Du das Aussetzen nicht vergisst!