Wildbienenvielfalt
Die „Echten Bienen“ (Apidae) sind eine artenreiche Familie der Insekten mit über 20.000 Arten weltweit. Neben der seit Jahrtausenden vom Menschen als wichtiges Nutztier gehaltenen und allseits bekannten Honigbiene (Gattung: Apis) finden wir hier die pelzigen Hummeln (Gattung: Bombus), die kleinen Maskenbienen (Gattung: Hylaeus), die beeindruckenden Holzbienen (Gattung: Xylocopa) u.v.m..
In Deutschland gibt es mehr als 561 Wildbienenarten, die eine enorme Vielfalt im Aussehen und in ihrer Lebensweise aufweisen. Hummeln leben primitiv-eusozial und grenzen sich damit von den häufigsten Lebensweisen der anderen Wildbienen ab: Neben der häufig verbreiteten solitären Lebensweise, in der Wildbienen allein leben, gibt es einige Vertreter z.B. der Sandbienen (Gattung: Andrena), die kommunal zusammenleben, vergleichbar mit einem „Mehrfamilienhaus“. Des Weiteren gibt es Gattungen, die als Kuckucks- oder parasitische Bienen bekannt sind (in Deutschland ca. 24%): Beispielsweise Wespenbienen (Gattung: Nomada) oder Blutbienen (Gattung: Sphecodes) – sie legen ihre Eier in die Nester anderer Wildbienen (= Wirtsbienen).
Übrigens: „Wildbiene“ ist kein wissenschaftlicher Begriff. Dieser dient lediglich der Abgrenzung aller anderen Bienen von unserem Nutztier Honigbiene. Alle sind sie Bienen.

